Hauptmenü

Verstehen

 

Mit diesem Text lade ich Dich herzlich dazu ein, all die Irrtümer die aus der Vergangenheit in Dein Jetzt ausstrahlen mit anderen Augen anzuschauen. Diejenigen, denen heute "das Wissen" (oder Bewusstheit) wichtig ist, sind für "das Wachstum" (oder die Wachheit) offen und erwerben durch das Erfahren der jeweiligen Sichtweisen jetzt das ganzheitliche Sehen ...

 

Das Ver-stehen empfinde ich als einen typischen Ausdruck von Dualität. Schon das Wort selbst birgt in sich verschiedene Dimensionen und Betrachtungsweisen. Wer steht hat Halt, einen guten Stand. Was geschieht aber, wenn jemand ver-steht? Nehme ich jetzt Bezug auf die Ver-standesebene, bekommt die Frage erschreckenden Tiefgang.

 

Mit diesem Bezugspunkt und durch das vorangestellte "ver" beschreibt das Ver-stehen all die Irrtümer, denen der Verstand durch einseitige Wahrnehmung und zurechtrücken in die jeweils akzeptierte Realität, oft unterworfen ist. Aus dieser Betrachtung heraus, wird der Zusammenhang sichtbar, wie aus Verstehen, Begreifen und in Kombination mit Weisheit dann Wissen entstehen kann.

 

Jetzt sehe ich ganz klar, warum ich mich oft irrte. Es liegt in der Natur der Dualität. Sobald ich mich z.B. auf die Pro-Seite ausrichte und ihr Energie/Glauben schenke, wächst parallel die Contra-Seite mit und macht sich z.B. durch Fragen, oder Zweifel bemerkbar. Erst wenn eine Perspektive gewählt wird, die beiden Seiten Raum zur Existenz bietet, hat das ‚Ver-’ seinen Job erledigt und das Begreifen beginnt. Hört das Bedürfnis auf, eine Seite zu wählen, ist der Kontakt zur Weisheit hergestellt und die Perspektive auf das Allumfassende öffnet sich...

 

Wie kann in unserer Welt die Sicht auf beide Seiten, also der Wechsel vom Verstehen in das Begreifen, erworben werden? Bei jedem Menschen kommt der Zeitpunkt, in dem das Bedürfnis nach Harmonie und Friede den Weg dahin bereitet. Er findet seine Möglichkeiten, beide Extreme eines Standpunktes nachzuvollziehen und dadurch bestehen zu lassen. Er vollbringt dadurch selbst den Schritt zur Balance. 

 

Alle Menschen, die bereit sind sich Weisheit und Wissen zu öffnen, werden in sich viele mögliche Sichtweisen auf einen Diskussionspunkt entdecken. Alle diese Blickwinkel sind Sichten auf die Wahrheit. Jeder der aus einem Standpunkt auf sie sieht, berührt eine Facette der für ihn sichbaren Wahrheit. Das Wissen und die Weisheit sehen alle diese Punkte gleichzeitig von einem übergeordneten Raum aus, so dass jede Facette der Wahrheit angenommen werden kann.


Begegnen Sie (angeschlossen an das Wissen) dann einem Mitmenschen, der jetzt einen von ihnen früher durchlebten "Teilstandpunkt" eingenommen hat, erinnern sich daran was ihre Erlebniswelt zu dem jeweiligen Zeitpunkt bestimmte und dadurch erwächst Mitgefühl für den Anderen.

Hat der geliebte Mensch noch Berührungspunkte zu dem Thema des Standpunktes, werden diese durch sein Gegenüber intensiviert. So reichen sich beide eine helfende Hand und es geschieht das, was ansteht ...


Ein Beispiel: Ein Erwachsener trägt Begebenheiten seiner Kindheit den Eltern nach. Er versteht sich in der erfahrenen Situation. Wechselt er die Perspektive auf die Sicht der Eltern, sieht er z.B. deren Entwicklungsstand. Das Begreifen beginnt. Kann er beiden Seiten raum geben, kommt seine Sicht in balance. Der sich einstellende Friede öffnet den Kontakt zur Weisheit. Er sieht immer mehr, dass alles so sein sollte, erkennt die Zusammenhänge und weis was und wie es miteinander bewirkte. Das Wissen hat sich eingestellt, sobald Gefühle von Faszination über die Vielschichtigkeit (was alles ineinander greifen mußte, um genau das entstehen zu lassen) und eine tiefgründige Dankbarkeit für alles was war in sich aufsteigen.

 

Oh, es ist herrlich die Kreisläufe und Spiralen des Lebens zu entdecken!

 

Fühle Dich geliebt und geborgen

Brigitte